
Der Verdinger
Filmvorführung
Türöffnung 19:30
Beginn 20:00
Normalpreis Kollekte –
Mitglieder Kollekte –
Die Gemeinde Frutigen und Kander Kultur organisieren gemeinsam einen Abend zum Thema «Verdingkinder».
In einem Dokumentarfilm mit nachgespielten Szenen erzählt der heute 82 Jährige Alfred, geboren in Achern bei Frutigen, über sein Leben als Verdingkind im Berner Oberland.
Der Film dauert 90 Minuten und wird vor Ort ergänzt von der Gemeinderätin Beatrix Hurni, vom Gemeinderatspräsident Hans Schmid, von Markus Bieri vom Sozialdienst der Gemeinde Frutigen sowie dem Protagonisten Alfred Ryter.
Handlung
Alfred und seine 5 Geschwister wurden von ihren Eltern mit viel Liebe und Geborgenheit aufgezogen. Der Vater arbeitete gelegentlich als Rucksackbauer; sie waren arm, hatten aber dennoch die Nestwärme, die sie benötigten.
Mit 7.5 Jahren wurde Alfred erstmals verdingt, denn durch die schwere Krankheit seiner Mutter konnte der Vater nicht mehr für alle Kinder sorgen. So beginnt die Verdingzeit, die ihn das Leben lang in jeglicher Form begleitet: Noch heute spührt er den Hunger, die Schläge und die Kälte sowie den Verlust der Eltern.
Er spricht über seine Wünsche, Hoffnungen und Ängste und erzählt, wie er trotz aller Benachteiligungen sein Leben bis heute meistern konnte.
Der Film vom Berner Filmemacher Saschko Steven Schmid gewinnt unter anderem den New Yorker Cinématograhie Award und den Toronto Film Channel Award.
Grundthematik Verdingkinder
Verdingkinder, meistens Waisen und Scheidungskinder, wurden von 1800 bis in die 1960er-Jahre von den Eltern weggegeben oder von Behörden den Eltern weggenommen und Interessierten öffentlich feilgeboten. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kinder oft auf einem Verdingmarkt versteigert. Den Zuspruch bekam jene Familie, die am wenigsten Kostgeld verlangte.
Betroffene beschreiben, dass sie auf solchen Märkten «wie Vieh abgetastet wurden». In anderen Gemeinden wurden sie wohlhabenderen Familien durch Losentscheid zugeteilt. Zugeloste Familien wurden gezwungen, solche Kinder aufzunehmen, auch wenn sie eigentlich gar keine wollten.
Sie wurden meistens auf Bauernhöfen eingesetzt. Dort wurden sie oft wie Sklaven bzw. Leibeigene behandelt und für Zwangsarbeit ohne Lohn und Taschengeld eingesetzt. Nach Augenzeugenberichten von Verdingkindern wurden sie häufig ausgebeutet, erniedrigt oder gar vergewaltigt. Einige kamen dabei ums Leben. Misshandlungen wurden nur sehr selten verfolgt. Wenn solche behördlich festgestellt wurden, wurde den Pflegeeltern das Recht, neue Verdingkinder zu erwerben, für mindestens fünf Jahre entzogen.
Anlass Infos
Absolute Ruhe, eine Wohnzimmer-Athmosphäre mit Kerzenlicht und Veranstaltungen, welche das Publikum in ihren Bann ziehen. Das ist die Idee hinter den Livingroom Events.
Veranstaltungsort
Badi Lounge Frutigen
Sportweg 1
3714 Frutigen
Wegbeschrieb
Ablauf
19:30
Türöffnung
20:00
Begrüssung von Gemeinderätin Beatrix Hurni & Gemeinderatspräsident Hans Schmid
20:10
Film Teil 1
21:00
Pause
21:15
Film Teil 2
Anschliessend
Frage- und Diskussionsrunde mit Markus Bieri vom Sozialdienst Gemeinde Frutigen und dem Protagonisten Alfred Ryter
Kapazität
Limitiert auf 60 Personen
Event bestuhlt
keine Sitzplatzreservation
first come, first serve
Verpflegung
Bar & Snacks vor Ort
Restaurant Bemato
Restaurant National
Mindestalter
Ab 16 Jahren oder in Begleitung eines Erziehungsberechtigten
Übernachtung
Links und Partner
Gemeinde Frutigen
Eventtechnik Soundlevel

Event ausverkauft
Diese Veranstaltung ist leider ausverkauft oder alle verfügbaren Tickets wurden reserviert. Das tut uns leid für dich. Folgendes könntest du nun versuchen:
- Manchmal gibt es eine Warteliste falls es kurzfristige Absagen gibt. Falls du «auf gut Glück» noch spontan an ein Ticket kommen möchtest schreib uns eine email
- Bei beliebten Veranstaltungen ist es nicht auszuschliessen, dass wir eine Zusatzshow anbieten. Prüfe also von Zeit zu Zeit unser Event-Programm nach einer Veranstaltung wie dieser.